Harzer Hexen-Stieg

Von Osterode nach Thale

ENTDECKEN

Beschreibung

Phantastische Fernblicke, unberührte Natur, seltene Pflanzen und Tiere, Zeugnisse einer jahrhundertealten Bergbaugeschichte - all das erlebt man auf einer Wanderung entlang des Harzer Hexen-Stiegs. Hingegen werden lärmende Ortschaften auf der inzwischen insgesamt 150 Kilometer langen Route weitgehend gemieden. Egal ob man sich für die Hauptroute von Osterode über den Brocken nach Thale entscheidet, eine der beiden Ausweichrouten nach Süden nimmt oder ohnehin lediglich ein kleines Stück irgendwo mittendrin für sich auswählt; man wird wohl immer begeistert sein.
Der Harzer Hexen-Stieg ist von Beginn an eine Erfolgsgeschichte. Nach intensiver Vorbereitung weihten die Initiatoren Harzer Tourismusverband und Harzklub am 3. Oktober 2003 den damals etwa 97 Kilometer langen Fernwanderweg im Goethesaal auf dem Brocken offiziell ein. An diesem Tag fand auch die Premiere der offiziellen Wanderkarte zu diesem Weg statt, die inzwischen in 8., aktualisierter Auflage vorliegt. Ein halbes Jahr später ergänzte der Schmidt-Buch-Verlag die Karte um ein Wanderheft, das ausführlich die gesamte Route mit ihren Sehenswürdigkeiten, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten beschreibt. Karte und Heft sind gemeinsam als KartoGuide Harzer Hexen-Stieg erhältlich.

Verlauf

Der Qualitätswanderweg wurde 2008 zum "schönsten Wanderweg Deutschlands" gekürt. Er beginnt in Osterode am Parkplatz Scheerenberger Straße und führt zunächst hinauf nach Buntenbock auf die Clausthaler Hochfläche. Von hier bis Torfhaus schlägt das Herz des Bergbau-Freaks höher, denn auf dieser Teilstrecke folgt der Harzer Hexen-Stieg den technischen Denkmalen des Oberharzer Wasserrregals. Auf Goethes Spuren geht es weiter, wenn die Hauptroute weiter ostwärts zum Brocken führt. Eine Alternative für Leute, die bereits mehrmals auf Norddeutschlands höchster Erhebung weilten ist die Südroute über St. Andreasberg und Braunlage. Beide Teilstrecken geleiten den Wanderer durch urwüchsiges Nationalparkgebiet, bis sie sich bei Königshütte wieder vereinen. Kurz danach gilt es wieder sich zu entscheiden: Die Hauptroute führt im Norden über Rübeland (Tropfsteinhöhlen!) nach Altenbrak, wo aus Hasselfelde (Western-Stadt und Köhlerei Stemberghaus) die Südroute wieder auf den Hauptweg trifft. Hier beginnt dann der wohl sagenhafteste Abschnitt des Harzer Hexen-Stiegs: das Bodetal bis Thale.

Den Harz durchqueren in
5 Etappen

Die Etappen des Harzer Hexen-Stiegs

Etappe 1

Auf alten Handelswegen

Die erste Etappe führt mit einer Länge von 11,2 Kilometern hinauf auf die Clausthaler Hochfläche. Dabei verläuft der Harzer Hexen-Stieg auf historischen Handelswegen. So wandert man zunächst über den Hundschen Weg, auf dem einst die Eselskarawanen Brot und Getreide nach Clausthal zogen oder Eisenerz transportierten. Und die Alte Harzstraße bei Lerbach, die von Osterode nach Goslar führt, gehört zu den alten Harzquerungen.
Auf den 380 Metern Höhenunterschied ergeben sich immer wieder Aussichtsmöglichkeiten. Nicht verpassen sollte man den Blick über das Lerbachtal vom Aussichtspunkt Marienblick.

Etappe 2

Oberharzer Wasserwirtschaft

Von Buntenbock verläuft die zweite Etappe durch ein historisch gewachsenes System aus künstlich angelegten Seen, Gräben und Teichen - der Oberharzer Wasserwirtschaft. Die Ursprünge dieses primär für den Bergbau entwickelten Gewässersystems liegen im 13. Jahrhundert. Viele technische Errungenschaften der vergangenen Jahrhunderte, wie die Huttaler Widerwaage und architektonische Leistungen, wie der Sperberhaier Damm, können links und rechts des Harzer Hexen-Stiegs entdeckt werden. Seit 2010 befindet sich das Oberharzer Wasserwirtschaft auf der Liste der UNESCO Welterbestätten. Nach 21,3 Kilometern wird das Etappenziel Torfhaus erreicht.

Etappe 3

Auf dem Goetheweg zum Brockengipfel

Torfhaus bildet den Ausgangspunkt für die Besteigung des höchsten Punktes des Harzer Hexen-Stiegs, den Brocken. Acht Kilometer müssen bis zum 1141 Meter hohen Gipfel überwunden werden. Gewandert wird auf dem Weg, den auch Goethe bei seiner Brocken-Besteigung im Jahr 1777 nutzte und der heute ausschließlich durch den Nationalpark Harz führt. Auf dieser Etappe ergeben sich insbesondere auf Grund der alpinen Vegetation im Bereich der Brockenkuppe - die Baumgrenze liegt hier bereits bei 1000 Höhenmetern - fantastische Fernblicke nach Wernigerode, zurück nach Torfhaus und auf die Harzhochfläche. Vom Brocken führt der Hexen-Stieg weiter nach Drei Annen Hohne.

Variante der Etappe 3

Brocken-Umgehung

Wer den Aufstieg zum Brocken scheut, mangels Kondition oder aufgrund widriger Witterungsbedingungen, der weicht auf die Brockenumgehung des Harzer Hexen-Stiegs aus. Diese alternative Route führt um die höchste Erhebung des Harzes herum und ist mit 32 Kilometern etwas länger als der eigentliche Aufstieg. Man spart jedoch eine Menge Höhenmeter und Kraft. Die alternative Etappe setzt ihren Weg zunächst durch die Oberharzer Wasserwirtschaft über den Oderteich fort, dessen Staumauer als die älteste Deutschlands gilt.
Die Berg- und Wintersportorte St. Andreasberg und Braunlage passierend stößt die Umgehung nahe Königshütte wieder auf den Harzer Hexen-Stieg.

Bilder vom Hexenstieg

Etappe 4

Alte und neue Bergbauregionen

Die vierte Etappe des Harzer Hexen-Stiegs passiert die bis heute aktive Bergbauregion rund um den Elbingeröder Ortsteil Rübeland. Dort wird in weitläufigen Tagebauanlagen Kalkgestein abgebaut. Einen imposanten Überblick bietet der Aussichtspunkt „Hoher Kleef“. Mit ein wenig Glück kann man von hier das geschäftige Treiben der mächtigen Maschinen im Tagebau beobachten.
Etwas Zeit sollte man unbedingt für den Besuch einer der beiden Tropfsteinhöhlen in Rübeland einplanen. Von hier aus führt der Harzer Hexen-Stieg dann nördlich der Rappbodetalsperre bis Altenbrak.

Variante der Etappe 4

Der Köhlerpfad

Alternativ zur Etappe vier kann ab Königshütte die südliche Umgehung der Rappbodetalsperre eingeschlagen werden. Im Gegensatz zur Hauptroute mit ihren zwar kurzen, jedoch steilen Passagen besitzt diese Variante des Harzer Hexen-Stiegs kaum Steigungen.
Der Weg verläuft ab Hasselfelde auf dem Köhlerpfad. Auf Infotafeln wird über die Geschichte der Köhlerei im Harz informiert und verschiedene Meilerformen und -Arten vorgestellt. Der thematische Wanderweg mündet im Köhlereimuseum Stemberghaus. Dort wird bis heute Holzkohle nach alter Tradition hergestellt.
An der Lüdwigshütte, in der sich heute eine Forellenzucht befindet, trifft diese Route wieder auf die Etappe vier.

Etappe 5

Bodetalschlucht

Die Schlussetappe von Altenbrak nach Thale bildet mit eine Länge von 14,2 Kilometern den harmonischen Ausklang der mehrtägigen Harzquerung auf dem Harzer Hexen-Stieg. Höhepunkt dieser Etappe und - neben dem Brocken - des gesamten Hexen-Stiegs ist das Bodetal, der „Grand Canyon des Harzes“, mit seinen teils bizarren Felsformationen links und rechts der wilden Bode. Der Wanderweg verläuft stets neben dem Flussbett. Seine anspruchsvolle Beschaffenheit erfordert vom Wanderer jedoch besondere Aufmerksamkeit.

WICHTIG Bitte beachten Sie bei der Reiseplanung, dass dieser Streckenabschnitt des Harzer Hexen-Stiegs in den Wintermonaten (ca. November bis April) aufgrund von Glätte- und Steinschlag-Gefahr gesperrt ist. Eine offizielle Alternative wird nicht ausgeschildert.

Etappe 5 inoffizielle Variante

Hexentanzplatz

Da es auf der Bodetal-Etappe des Harzer Hexen-Stiegs immer wieder zu Sperrungen - insbesondere während der Wintermonate - kommt, schlagen wir Ihnen eine alternative Route bis Thale vor. WICHTIG Es handelt sich um keine offizielle Variante. Sie ist daher auch nicht ausgeschildert.
Verlassen Sie den Harzer Hexen-Stieg in Treseburg in süd-östlicher Richtung und folgen der Harzklub-Markierung „Roter Punkt“ bis Thale. Den Höhepunkt dieser Etappe bildet der Hexentanzplatz. Von hier genießt man einen beeindruckenden Ausblick auf das Bodetal und die gegenüberliegende Rosstrappe. Auf dieser Route müssen im Gegensatz zum eigentlichen Verlauf des Harzer Hexen-Stiegs allerdings noch einmal kräftig Höhenmeter zurückgelegt werden. Auch wandern Sie hier in der Regel auf breiten Forstwegen.

Die offiziellen Karten.

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© Schmidt-Buch-Verlag 2015

Höhenprofil

Höhenprofil des Harzer Hexen-Stiegs

GPS Navigation mit Kartometer

Inzwischen verfügen fast alle Karten über ein engmaschiges UTM-Gitter für die GPS-Navigation. Um sich im Gelände noch schneller orientieren zu können, bieten wir ein Kartometer kostenlos zum Download an auf www.schmidt-buch-verlag.de.

GPS-Track zum Download

Der Schmidt-Buch-Verlag bietet Ihnen zur leichteren Orientierung mit einem GPS-Empfänger den GPX-Track "Harzer Hexen-Stieg" zum kostenlosen Download an. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich darüber hinaus für Produkte aus unserem Haus entscheiden.

Aktuelle Infos für Wanderer

Ob alle Etappen auf dem Harzer Hexen-Stieg ohne Störungen und Sperrungen begehbar sind, erfahren Sie in unserer Rubrik "Aktuelles".